Bevor die Bibelübersetzung begonnen werden kann, müssen unsere Leute eine ganze Reihe an Vorarbeiten leisten. So muss in vielen Ländern erst einmal untersucht werden, für welche Sprachen eine eigene Bibelübersetzung überhaupt sinnvoll und notwendig ist. Solche Voruntersuchungen werden von speziell ausgebildeten Leuten (Survey-Teams) gemacht.
Ergeben diese Untersuchungen eine positive Bewertung, beginnt nun die Sprachforschung. Lautsystem, Wortschatz und Grammatik der Sprache müssen analysiert und schriftlich festgehalten werden. Damit wird auch der Grund gelegt für die Entwicklung eines Alphabets für diese Sprache.
Erst dann kann mit der Bibelübersetzung begonnen werden. In fast allen Fällen sind einheimische Christen die eigentlichen Übersetzer. Zusammen mit den Wycliff-Mitarbeitern bemühen sie sich darum, die biblischen Aussagen so exakt wie möglich in eine völlig andere Zeit und Welt hinein zu übertagen.
Alphabetisierung gehört unverzichtbar dazu: Analphabeten lernen in ihrer eigenen Sprache lesen und schreiben. Und Menschen ohne Schrifttradition lernen, mit Büchern umzugehen. Oft sind die Leseklassen, die Wycliff-Mitarbeiter zusammen mit Einheimischen organisieren die einzige Bildungsmöglichkeit, die zur Verfügung steht.
In vielen Situationen muss auch der Umgang mit der Bibel mit den einheimischen Christen zusammen eingeübt werden. Menschen, die nie mit Büchern gelebt haben, wissen nicht automatisch, welchen Nutzen die Bibel im persönlichen Leben und im Gemeindeleben haben kann. Nach der Bibelübersetzung muss die Bibel ins Leben übersetzt werden.



Arbeitszweige
