FAQ

In wie viele Sprachen muss die Bibel denn noch übersetzt werden?

In 1700-1800 Sprachen (Stand: Oktober 2016).

Muss man sprachbegabt sein, um bei Wycliff mitarbeiten zu können?

Nein! Viel wichtiger sind Charaktereigenschaften wie Offenheit, ehrliches Interesse an den Menschen, Unvoreingenommenheit, Lernbereitschaft und Teamfähigkeit.
Außerdem suchen wir nicht nur Sprachforscher sondern auch viele andere Berufe und Gaben. Unter „Mitmachen“ finden Sie bei „Gehen“ unseren aktuellen Personalbedarf für Kurz- und Langzeitmitarbeiter.
Wer kein Sprachforscher ist, muss nur die jeweilige Landessprache lernen und keine zusätzliche Minderheitensprache.
Ansonsten gilt: Eine Sprache lernt man in einem anderen Land und Kulturkreis ganz anders als in einem Klassenzimmer!

Warum heißt ihr Wycliff und wie spricht man das aus?

Der Name unserer Organisation geht zurück auf den englischen Theologen und Bibelübersetzer John Wycliff. Er übersetzte die Bibel in die Landessprache und vollendete dies im Jahr 1383.
Das neue Logo, das wir seit 1. Januar 2012 haben zeigt, wie man den Namen Wycliff ausspricht, nämlich „Wiklif“.

Braucht man ein Studium, um sich bei Wycliff zu bewerben?

Nein.
Studiengänge in Fächern wie Linguistik, Ethnologie, Fremdsprachen, Übersetzung, Theologie etc. können zwar hilfreich für eine Mitarbeit bei Wycliff sein, sind aber nicht unbedingt Voraussetzung.
Mathematiker, um ein Beispiel zu nennen, bringen erfahrungsgemäß gute Voraussetzungen mit, um analytisch in der Sprachforschung zu arbeiten. „Quereinsteiger“ für Sprach- und Übersetzungsarbeit kamen zuletzt aus folgenden Bereichen: Pädagogik, Humanmedizin, Veterinärmedizin, Informationstechnologie, Naturwissenschaft, Krankenpflege, Verwaltung, Technik u.a.

In wie vielen Sprachen gibt es schon eine Bibel, das Neue Testament oder ein Evangelium?

Die ganze Bibel gibt es in 636 Sprachen, das Neue Testament in 1442 Sprachen und Bibelteile in 1145 Sprachen.

Wenn eine Sprache noch gar nicht verschriftet worden ist, wie entscheidet man dann, welche Schrift (welche Buchstaben) genommen werden sollen?

Man richtet sich zunächst nach der Landessprache bzw. nach einem „nationalen Alphabet“. Falls in einem Land verschiedene Alphabete erlaubt sind, müssen die Sprecher der Sprache selbst entscheiden, was sie wollen und was für sie passt. Falls eine Minderheitensprache mehr Buchstaben braucht, als im nationalen Alphabet vorgesehen sind, muss man zusätzliche Buchstaben und Sonderzeichen gut begründen.
Solche Entscheidungen werden dann in Absprache mit den zuständigen Behörden, Ministerien oder den betreffenden Fakultäten an den Universitäten getroffen. Als Faustregel gilt, dass Entscheidungen über Schriftsysteme nicht von Ausländern sondern von den Einheimischen gefällt werden.

Mit welchem Bibelbuch startet man bei einer Bibelübersetzung? 

Das ist sehr verschieden.
Manche fangen z.B. mit dem Markus- oder Lukasevangelium an, andere knüpfen an bekannte Geschichten wie z.B. Abraham an, indem sie ein attestamentliches Buch zuerst übersetzen.
Die Bücher Ruth und Jona gelten übrigens als besonders einfach zu übersetzen.

Müssen alle Langzeitmitarbeiter eine theologische Ausbildung absolvieren?
Welche Ausbildungsstätte empfiehlt Wycliff besonders?

Nein, dies ist keine zwingende Voraussetzung. Es ist abhängig vom zukünftigen Aufgabengebiet und wird ansonsten in der Vorbereitungs- und Ausbildungszeit individuell geplant und besprochen.
Eine besondere Ausbildungsstätte empfehlen wir nicht.

Wie finanziert sich die Arbeit?

Jeder Mitarbeiter hat seinen eigenen Trägerkreis. Alle Lebenshaltungs-, Arbeits- und Reisekosten werden durch zweckbestimmte Spenden aus diesem Trägerkreis finanziert.
Neben dieser personenbezogenen Förderung gibt es auch die Möglichkeit, für ein Projekt zu spenden oder Wycliff durch allgemeine Spenden zu fördern. Diese werden dann dort eingesetzt, wo sie gerade am dringendsten gebraucht werden.
Informationen zum Spenden finden Sie unter dem Menupünkt „Mitmachen“ unter: Geben

Für welche Länder werden noch Mitarbeiter gebraucht?

Der größte Bedarf an Bibelübersetzungen besteht in den drei Regionen Zentralafrika, Südostasien und Pazifische Inseln. Sehr großer Bedarf besteht auch für Länder mit eingeschränkter Religionsfreiheit.

Wie lange braucht man für die Übersetzung des Neuen Testaments?

Etwa 10-20 Jahre, manchmal auch länger, selten sogar kürzer.
Das hängt von vielen Faktoren ab, z.B.: Wie sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen? Wird die Arbeit durch häufige Krankheiten oder politisch schwierige Situationen beeinträchtigt? Wie schwer ist die Sprache? Gibt es schon Schreibregeln für die Sprache? Haben die Übersetzer „nebenbei“ noch andere Verpflichtungen, z.B. Unterricht an einer Bibelschule, Organisieren von Leseklassen, etc.? Wie viele einheimische Christen arbeiten mit? Wie selbständig arbeiten sie, wie gut sind sie ausgebildet?

Wird die Bibel direkt aus dem Griechischen und Hebräischen übersetzt?

Ja, im Prinzip schon. Allerdings kann man in der Praxis nicht von jedem Bibelübersetzer erwarten, dass er die biblischen Sprachen perfekt beherrscht.
Deshalb gibt es gute „Hilfsmittel“ für Bibelübersetzer wie z.B. ein Handbuch für Übersetzer, Computerprogramme mit interlinearer Übersetzung vom Hebräischen ins Englische und anderes mehr.
Vor der Veröffentlichung wird jede Übersetzung gründlich von einem erfahrenen Berater geprüft.

Wo kann ich eine Bibel in der …-Sprache bekommen?

In Deutschland ist der Evangelische Ausländerdienst eine gute Adresse: www.ead-direkt.de.
Bibeln zum Herunterladen, Anhören oder Bestellen finden Sie auch unter diesen beiden Adressen: www.worldbibles.org und www.findabible.net.

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Wir antworten Ihnen gerne und beraten Sie auch persönlich.