Aidshilfe

Rote Karte gegen Aids

Etwa alle 20 Sekunden gibt es in Afrika einen neuen Aids-Waisen. Das macht betroffen! Oft sterben die Eltern dieser Kinder in der Blüte ihres Lebens. Als Folge davon fehlen in vielen Bereichen der Gesellschaft Afrikas wichtige Leistungsträger und nachfolgende Generationen werden nur schlecht versorgt.

Aids-Kranke werden mangels Aufklärung gemieden, sie sterben oft ohne Medikamente und ohne Zuwendung. Um dieser Problematik zu begegnen, hat Wycliff zusammen mit internationalen Fachkräften und engagierten Christen vor Ort ein innovatives, ganzheitliches Aufklärungsprogramm entwickelt, das bei immer mehr Minderheitsvölkern eingesetzt wird.

afrikaDie gängige Aids-Aufklärung im französischsprachigen Afrika, bei der es im Wesentlichen nur um medizinische Aspekte geht, findet auf Französisch statt. Diese Sprache wird aber von den geographisch und sprachlich isolierten Minderheitsvölkern – und selbst von vielen Stadtbewohnern – oft nicht ausreichend verstanden.

Deshalb übersetzen einheimische Mitarbeiter die schon vielfach eingesetzte „Kande-Geschichte“ in ihre Muttersprachen. Darin wird anhand der Lebensgeschichte eines afrikanischen Mädchens, das Aids-Waise wurde, über diese Thematik informiert. Mit diesem Material werden dann Pastoren und Gruppenleiter geschult. Sie flechten die Aufklärung in ihre Gottesdienste, Leseklassen, Jugend- und Frauenstunden mit ein und lehren, was Gottes Wort zu Themen wie Nächstenliebe oder Sexualität zu sagen hat.

Seit einigen Jahren engagiert sich unsere Mitarbeiterin Uschi Lautenschlager in diesem Bereich. Sie fliegt dazu immer wieder nach Afrika, um Übersetzungskurse durchzuführen und Ausbilder zu schulen.

Es gibt die Möglichkeit diese Arbeit mit Geldspenden zu unterstützen.
Alles darüber erfahren Sie unter: Mitarbeiten-Geben-konkrete Projekte

 

Rückmeldungen von Teilnehmern am Aufklärungsprogramm

Ein Pastor aus Togo:

„Als ich gelesen habe, wie Jesus der Ehebrecherin begegnet ist, habe ich gemerkt: Gott ist viel gnädiger als wir!“

Ein Mann aus Kenia:

„Schon 20 Jahre lang besuche ich Kurse über Aids. Aber diese Geschichte von Kande werde ich nie vergessen. In meiner eigenen Sprache habe ich mehr über Aids gelernt als jemals zuvor. Außerdem glaube ich jetzt, dass die Informationen über Aids wirklich stimmen.“

Ein Pastor im Kongo:

„Bisher hatte ich Angst, meine aidskranken Gemeindeglieder zu Hause zu besuchen. Jetzt habe ich gelernt, wie das HIV-Virus wirklich übertragen wird. Deshalb macht es mir nichts aus, mich an ihr Bett zu setzen und mit den Kranken zu beten.“

Eine Frau aus der Zentralafrikanischen Republik:

„Wenn die Bibel soviel mit meinem Alltag zu tun hat, dann will ich auch eine!“