Hörbibel

Nach Angaben der UNESCO können 796 Millionen Menschen auf dieser Welt weder lesen noch schreiben.

Frau AsienMillionen andere können nicht gut genug lesen, um sich an ein so dickes Buch wie die Bibel zu wagen. Wieder andere leben in einer Kultur, in der das Lesen nicht wertgeschätzt wird. In einer solchen Kultur hat das geschriebene Wort wenig Autorität; wirklich Wichtiges wird mündlich weitergegeben, z.B. durch Geschichten.
Alle diese Menschen lernen besser und lieber, wenn sie etwas hören, als wenn sie es lesen. Wie kann das Wort Gottes zu diesen Menschen kommen?

Jesus erzählte Geschichten

Jesus lebte zu einer Zeit, in der nur wenige Menschen lesen konnten. Diesen Menschen erzählte er Geschichten, die sich leicht einprägten: vom Sämann, vom Senfkorn, vom verlorenen Sohn.
ton4Auch Menschen, die heute in mündlichen (oralen) Kulturen leben, lieben Geschichten. Große Teile der Bibel sind in Geschichtenform geschrieben, ihre Sprache ist kraftvoll und einprägsam.
In vielen Gegenden der Welt arbeiten Wycliff-Mitarbeiter mit Menschen aus oralen Kulturen und stehen vor der Herausforderung, wie sie ihnen Gottes Wort weitergeben können.

Wycliff schreibt Geschichte(n)

In vielen Sprachen werden Geschichtenerzähler ausgebildet, die ausgewählte biblische Geschichten in ihrer eigenen Sprache auswendig lernen und ihren Landsleuten weitererzählen. Gleichzeitig werden diese Geschichten auch auf Tonträgern aufgenommen und verbreitet.
ton7Die Geschichten folgen den wesentlichen Ereignissen des Alten und Neuen Testaments in chronologischer Reihenfolge und bleiben nah am biblischen Text. Sie schaffen ein grundlegendes Verständnis der zentralen biblischen Lehren. Fachleute wachen darüber, dass sich keine Irrtümer in die Geschichten einschleichen, sondern Gottes Wort zuverlässig und unverfälscht weitergegeben wird.

Worte und Geschichten, die ins Herz gehen

Diese biblischen Geschichten erfreuen sich großer Beliebtheit. In vielen Volksgruppen, die bisher kein Interesse am Evangelium hatten, hören Menschen mit Begeisterung den Geschichtenerzählern zu. Auch das ist Sprache des Herzens – es geht nicht nur darum, die richtige Sprache zu sprechen, sondern auch den richtigen Kanal zu wählen, damit die Botschaft ins Herz gelangen kann.

Außer Geschichten gibt es noch viele andere Möglichkeiten, Nicht-Leser mit Gottes Wort zu erreichen:

Jesus-Film
Radioprogramme
Sketche und Theaterszenen
Lieder
Hörspiele

Auch wenn die mündliche Verbreitung der Bibel immer mehr an Bedeutung gewinnt, halten Wycliff-Mitarbeiter auch daran fest, die Bibel in schriftlicher Form herauszugeben.

Ohne einen festen aufgeschriebenen Maßstab, an dem sich die mündliche Verbreitung orientieren kann, wären Irrtümer und Irrlehren die unausweichliche Folge. So gehen mündliche und schriftliche Verbreitung Hand in Hand, damit das Evangelium mit allen Sinnen erfasst werden kann.

Hier erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Mitarbeiter/in im Bereich Kommunikation und Bibelgebrauch werden können.

Mitarbeiterprofil Kommunikation und Bibelgebrauch