Spendenprojekt

Die Josef-Geschichte für die Sangu

sangu

Die Sangu leben im Südwesten Tansanias in einem Gebiet, das sie sich mit 35 weiteren Volksgruppen teilen. Unter den Sangu gibt es sehr wenige Christen. Gemeinden werden meist von Nicht-Sangu geleitet und nur selten von den Sangu besucht. Ihre Geschichte hat die Sangu geprägt. Sie haben in der Vergangenheit als Sklavenhändler die Nachbarvölker an die Araber ausgeliefert. 2017 sagte der Häuptling der Sangu, dass sie heute selbst wie Versklavte in ihrer eigenen Heimat sind. Ihr Selbstwert ist gering, im Zusammentreffen mit anderen Völkern verleugnen sie teilweise ihre Identität und Sprache.

Wie helfen wir den einheimischen Christen die Sangu mit dem Evangelium zu erreichen? Wenn man nicht nur reden will, wie kommuniziert man am besten? Was sind ihre traditionellen Kunstformen? Was inspiriert sie? Welche Themen beschäftigen sie? Unsere Partner vor Ort machten sich auf den Weg, Antworten zu finden.

Ein Mitarbeiter berichtet: „Als ich mit den Sangu im Kreis saß und mit ihnen die Trommeln schlug, tanzten andere Dorfbewohner mit leuchtenden Augen um uns herum. Als ich einem alten Großvater Kopfhörer aufsetzte, und eine alte, aber geliebte Musikform der Sangu abspielte, fing er sofort begeistert an, zu hüpfen und achtete genau auf die Worte. Wir lernten: Diese Kunstformen berühren die Herzen!”

Die Sangu erzählten dann auch von ihren Hauptsorgen. Neben Mangel an Trinkwasser und der Hexerei sind weit verbreitete und andauernde Probleme in den Familien die größte Sorge.

Mit diesem Projekt wollen wir die Herausforderung annehmen, Familienprobleme in der eigenen Sprache und mit kultureigenen Kunstformen anzusprechen und darüber den Zugang zur Bibel zu erleichtern.

Dazu eignet sich die Geschichte Josefs sehr gut. Sie berührt Themen wie Eifersucht, Faulheit und Fleiß, Treue in kleinen Dingen und Treue in der Ehe. Die Geschichte lehrt ebenfalls, dass das Richtige zu tun nicht automatisch und sofort zum Erfolg führt. Auch Leid und Niederlagen können Folgen des richtigen Handelns sein. Das ist ein ungewohntes Konzept für die Sangu, aber sehr wichtig, um den Weg zu ebnen, auch unbequeme Entscheidungen im Hinblick auf die Nachfolge Jesu zu treffen. Treue im Kleinen kann zu Not und Leid führen. Für Josef bedeutete seine Treue Gefängnis. Die Geschichte von Josef berührt auch das Thema der Versklavung, die Frage nach der Schuld, die Angst vor Rache und die Möglichkeit der echten Befreiung und Vergebung durch Gott.

In den kommenden zwei Jahren wird die Josef-Geschichte als Theaterstück vorbereitet, von Sangu Künstler eingeübt und in zwölf Dörfern aufgeführt. Die Geschichte wird durch neue Lieder und Tänze bereichert, die eine Brücke zum Leben der Sangu schlagen. Zusammen mit den Aufführungen wird das Neue Testament in einem Band mit dem Buch Genesis in der Sprache der Sangu verkauft, nach dem Motto: In diesem Buch könnt ihr die Geschichte des Josef im Original nachlesen und den Rest des Buches gleich dazu! Neben der Bibel wird es auch einen farbigen Wandkalender mit Impulsen zum Thema Familie geben. In allen zwölf Dörfern, in denen die Josefsgeschichte zur Aufführung kommt, sollen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort Bibel-Hörgruppen in der Sprache der Sangu gegründet werden und die Leiter der Gruppen geschult werden. So erhalten Menschen die Möglichkeit, in ihrer eigenen Sprache über die Bibel ins Gespräch zu kommen und Anschluss an die Gemeinden zu finden.

Mit einer Spende tragen Sie dazu bei, dass die Sangu Gottes Wort erleben.

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Der Verwendungszweck für das Projekt lautet: Die Josef-Geschichte für die Sangu.